Um einen Artikel, eine Bedienungsanleitung oder sogar eine Krankheitsgeschichte zu übersetzen, braucht man keine besonderen Berechtigungen. Eine solche Übersetzung kann jeder Übersetzer vorbereiten. Aber wenn eine Übersetzung der offiziellen Dokumente gebraucht wird, muss man sich bei einem vereidigten Übersetzer melden. Im folgenden Artikel erklären wir, was eine beglaubigte Übersetzung ist und warum sie eine besondere Beglaubigung erfordert.

Beglaubigte Übersetzung und vereidigte Übersetzung

Eine Übersetzung, die eine Beglaubigung eines vereidigten Übersetzers erfordert, bezeichnet man umgangssprachlich als vereidigte Übersetzung, obwohl die Übersetzer diesen Begriff nicht verwenden. Die richtige Bezeichnung für eine Übersetzung, die von einem vereidigten Übersetzer vorbereitet wird, heißt die „beglaubigte Übersetzung“ (dieser Begriff wird im polnischen Gesetz über den Beruf vom vereidigten Übersetzer und im deutschen BGB verwendet).

Die beglaubigte Übersetzung (umgangssprachlich: vereidigte Übersetzung) braucht man immer, wenn ein Dokument als offiziell und echt bestätigt werden muss. Falls man im Ausland arbeiten möchte und der Arbeitgeber das Abschlussdiplom verlangt, muss man dies bei einem vereidigten Übersetzer übersetzen lassen. Eine Person mit besonderen Berechtigungen, die auf der Liste der vereidigten Dolmetscher und Übersetzer eingetragen ist, kann das Dokument beglaubigen, indem sie es mit ihrem Siegel und Namen versieht. Jede beglaubigte Übersetzung wird in die Urkundenrolle des vereidigten Übersetzers eingetragen. Am Ende des übersetzten Textes werden die Nummer der Urkundenrolle, der Ort und das Datum der Erstellung, und eine Information angegeben, ob die Übereinstimmung des Dokuments mit dem Original oder mit der Kopie bescheinigt wird.

Dolmetschleistungen unter Beteiligung des vereidigten Dolmetschers

Der vereidigte Übersetzer ist auch bei einigen Dolmetschleistungen notwendig. Wenn man die Ehe mit einem Ausländer eingehen möchte, muss der vereidigte Dolmetscher bei der Zeremonie anwesend sein (auch bei der Unterzeichnung von allen offiziellen Ehedokumenten). Eine Person mit entsprechenden Berechtigungen muss uns auch immer bei der Verlesung von einem notariellen Akt begleiten, wenn einer von den Miteigentümern des Hauses oder der Wohnung andere Sprache als unsere Muttersprache spricht. Der vereidigte Übersetzer nimmt auch an Vernehmungen oder Aussagen im Gericht teil. In diesem Fall bestätigt er seine Befugnisse nur mit einer Unterschrift (ohne Siegel) auf allen offiziellen Dokumenten.

Beispiele von Dokumenten, die eine beglaubigte Übersetzung erfordern

Zu den am häufigsten übersetzten Unterlagen, deren Übersetzung einem beglaubigten Übersetzer beauftragt werden muss, gehören:

  • Geburtskunden
  • Eheurkunden
  • Hochschulabschlüsse
  • ärztliche Atteste
  • Fahrzeugbriefe, Fahrzeugscheine
  • notarielle Akte
  • polizeiliche Führungszeugnisse

Unternehmer, die sich an das Übersetzungsbüro wenden, beauftragen die beglaubigte (ugs. vereidigte) Übersetzung von folgenden Dokumenten:

  • Gesellschaftsverträgen und -satzungen
  • Gerichtsurteilen
  • Auszügen aus dem Handelsregister (Landesgerichtsregister – KRS)
  • Bescheinigungen vom Finanzamt und von der Sozialversicherungsanstalt (ZUS)
  • Auszügen aus dem Handelsregister
  • Bescheinigungen über die Erteilung von der statistischen Nummer (REGON)

Man braucht keine beglaubigte Übersetzung bei der Erstellung der Dokumente für die interne Kommunikation einer Firma. Ausschreibungsunterlagen, kommerzielle Angebote, Jahresberichte oder Jahresabschlüsse brauchen nicht von einem vereidigten Übersetzer übersetzt zu werden.

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